Projektbeschreibung Waisenhaus Indien
Anatha-Children´s-Home e.V. "girls first"
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Tribals haben keine Lobby
In der westlichen Welt ist es kaum bekannt, dass es in Indien auch Ureinwohner gibt, die Tribals oder Adivasi.
Die Indische Verfassung erkennt zwar die Stammesvölker an, aber sie rangieren noch weit unter der niedrigsten
Kaste d.h. den Unberührbaren. Sie haben ihre eigene Religion und Sprache (Natur-Religion). Ähnlich wie mit den
Aboriginals in Australien vor ca. 25 Jahren, hat man auch in Indien damit angefangen die Tribals umzusiedeln,
Ihr Lebensraum, hoch in den Bergen und Wäldern, wird entweder als Naturschutzgebiete immer interessanter und den
Touristen zugänglich gemacht oder sie fallen der Industrialisierung zum Opfer. Sie werden dadurch ihres Lebensraumes
und großteils ihrer Lebensgrundlage beraubt. Die Kinder kommen in Heime, um dort zumindest sprachlich, in die
Indische Gesellschaft eingegliedert zu werden. Ich habe in diesem Jahr ein solches Tribal-Kinderheim in 2000 m
Höhe besucht, dass vom Goverment teilfinanziert wird. Die Verhältnisse waren katastrophal. Vor allem für die
Mädchen.(Kälte, keine Sanitäranlagen und dazu noch Missbrauch) Ich habe noch nie so desillusionierte Gesichtchen
gesehen. Ich bekam den Kontakt zu einem Indischen Jesuiten, Father George, der sich schon lange für die Situation
der Tribals einsetzt. Ich habe mit ihm einen regen Austausch und unser innigster Wunsch wäre, ein Tribal Kinderheim
zu errichten, d.h. mit Fr George SJ, um diese Kinder menschenwürdig und sicher unter zu bringen und ihnen eine
Chance im Leben geben zu können. Pläne für ein Heim sind schon ausgearbeitet. Nun fehlt für die Verwirklichung
nur das Geld; dazu haben wir auch eine Auktion u.a. mit Tribal-Kunst für den Mai 2010 vorgesehen.
Die Situation in den Kinderheimen - Erfahrungsberichte
Kinderheim: Sri Sarguru Tribal Children´s Home School & Ashram - Coonoor, Tamil Nadu
- Das über 2.000 Meter hoch gelegene Kinderheim ist ein sogenanntes Government Hostel, das durch die indische
Regierung mit dem Ziel der kulturellen und sprachlichen Integration im Rahmen des "Government-Aided-
Programms" finanziell unterstützt wird.
- Verhältnisse vor Ort: Kälte, fehlende Sanitäranlagen, kein einziges Möbelstück, also kein Bett, kein Stuhl,
kein Tisch! Meine Möglichkeiten für dieses Kinderheim sind beschränkt, da die Leitung Hilfsmaßnahmen in die
eigene Tasche stecken würde. Mein Beitrag bestand aus sofortiger Hilfe mit wärmender Kleidung. Auf jeden Fall
möchte ich im Januar 2010 neue Sanitäranlagen vor Ort bauen lassen.
- Ich bekam den Kontakt zu einem indischen Jesuiten, Father George, der sich bereits seit langem für die Rechte
der Tribals einsetzt. Unser innigster Wunsch wäre ein eigenes Tribal Kinderheim zu errichten, d.h. mit Fr.
George SJ., um diese Kinder menschenwürdig und sicher unterzubringen und ihnen eine Chance im Leben geben zu
können.
Pläne für ein Heim sind schon ausgearbeitet. Nur fehlt für die Verwirklichung nur das Geld, dazu haben wir auch
eine Auktion u.a. mit Tribal-Kunst für den Mai 2010 vorgesehen.
Status Quo
Das Kinderheim soll in der Nähe von Wayanad im Norden von Kerala entstehen. Es liegt am Fuß einer Gebirgskette,
die Kerala vom Nachbarstaat Tamil Nadu trennt. Hier wurde schon vor Jahren das Tribal Unity for Developement
Initiatives (TUDI) von dem indischen Jesuiten Father George SJ gegründet. TUDI setzt sich vor allem für den
kulturellen Background der Tribals ein. TUDI wurde hier ins Leben gerufen, da in diesem Gebiet auch die meisten
Tribal-Groups angesiedelt sind, sowohl auf Kerala wie auch auf Tamil Nadu Seite.
- Vor Ort kann der Bau von den dortigen Jesuiten begleitet werden, aber auch von hier wird Einfluss auf die
Ausführung genommen. Wir werden so oft wie möglich vor Ort zu sein.
- Geplant ist ein Heim für ca. 45 Jungen und Mädchen, Die Gruppenleitung soll mit einem Tribal-Ehepaar
besetzt werden. Die Kinder werden die vorhandene Jesuitenschule besuchen.
- Das eingereichte Budget wird von Deutscher Seite über INDIENHILFE e.V. durch Pater Joe Übelmesser SJ und
Prof. Josef Hainz überprüft, die mir angeboten haben, ihre langjährige Erfahrung in Indien, zu nutzen.
- Die Spendengelder werden nur nach Fertigstellung der einzelnen Bauabschnitte eingesetzt und nicht vorher.
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