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Eugenie Marquardt, Praxisinhaberin
Gesundheitsfoerderung und Praevention seit 1988 in Berlin
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Projektbeschreibung Waisenhaus Indien
Anatha-Children´s-Home e.V. "girls first"

indien girl

Tribals haben keine Lobby

In der westlichen Welt ist es kaum bekannt, dass es in Indien auch Ureinwohner gibt, die Tribals oder Adivasi. Die Indische Verfassung erkennt zwar die Stammesvölker an, aber sie rangieren noch weit unter der niedrigsten Kaste d.h. den Unberührbaren. Sie haben ihre eigene Religion und Sprache (Natur-Religion). Ähnlich wie mit den Aboriginals in Australien vor ca. 25 Jahren,  hat man auch in Indien damit angefangen die Tribals umzusiedeln, Ihr Lebensraum, hoch in den Bergen und Wäldern, wird entweder als Naturschutzgebiete immer interessanter und den Touristen zugänglich gemacht oder sie fallen der Industrialisierung zum Opfer. Sie werden dadurch ihres Lebensraumes und großteils ihrer Lebensgrundlage beraubt. Die Kinder kommen in Heime, um dort zumindest sprachlich, in die Indische Gesellschaft eingegliedert zu werden. Ich habe in diesem Jahr ein solches Tribal-Kinderheim in 2000 m Höhe besucht, dass vom Goverment teilfinanziert wird. Die Verhältnisse  waren katastrophal. Vor allem für die Mädchen.(Kälte, keine Sanitäranlagen und dazu noch Missbrauch) Ich habe noch nie so desillusionierte Gesichtchen gesehen. Ich bekam den Kontakt zu einem Indischen Jesuiten, Father George, der sich schon lange für die Situation der Tribals einsetzt. Ich habe mit ihm einen regen Austausch und unser innigster Wunsch wäre, ein Tribal Kinderheim zu errichten, d.h. mit Fr George SJ,  um diese Kinder menschenwürdig und sicher unter zu bringen und ihnen eine Chance im Leben geben zu können. Pläne für ein Heim sind schon ausgearbeitet. Nun fehlt für die Verwirklichung nur das Geld; dazu haben wir auch eine Auktion u.a. mit Tribal-Kunst für den Mai 2010 vorgesehen.

Tribals Tribals Tribals Tribals

Die Situation in den Kinderheimen - Erfahrungsberichte

Kinderheim: Sri Sarguru Tribal Children´s Home School & Ashram - Coonoor, Tamil Nadu

  • Das über 2.000 Meter hoch gelegene Kinderheim ist ein sogenanntes Government Hostel, das durch die indische Regierung mit dem Ziel der kulturellen und sprachlichen Integration im Rahmen des "Government-Aided- Programms" finanziell unterstützt wird.
  • Verhältnisse vor Ort: Kälte, fehlende Sanitäranlagen, kein einziges Möbelstück, also kein Bett, kein Stuhl, kein Tisch! Meine Möglichkeiten für dieses Kinderheim sind beschränkt, da die Leitung Hilfsmaßnahmen in die eigene Tasche stecken würde. Mein Beitrag bestand aus sofortiger Hilfe mit wärmender Kleidung. Auf jeden Fall möchte ich im Januar 2010 neue Sanitäranlagen vor Ort bauen lassen.
  • Ich bekam den Kontakt zu einem indischen Jesuiten, Father George, der sich bereits seit langem für die Rechte der Tribals einsetzt. Unser innigster Wunsch wäre ein eigenes Tribal Kinderheim zu errichten, d.h. mit Fr. George SJ., um diese Kinder menschenwürdig und sicher unterzubringen und ihnen eine Chance im Leben geben zu können.
    Pläne für ein Heim sind schon ausgearbeitet. Nur fehlt für die Verwirklichung nur das Geld, dazu haben wir auch eine Auktion u.a. mit Tribal-Kunst für den Mai 2010 vorgesehen.

Status Quo

Das Kinderheim soll in der Nähe von Wayanad im Norden von Kerala entstehen. Es liegt am Fuß einer Gebirgskette, die Kerala vom Nachbarstaat Tamil Nadu trennt. Hier wurde schon vor Jahren das Tribal Unity for Developement Initiatives (TUDI) von dem indischen Jesuiten Father George SJ gegründet. TUDI setzt sich vor allem für den kulturellen Background der Tribals ein. TUDI wurde hier ins Leben gerufen, da in diesem Gebiet auch die meisten Tribal-Groups angesiedelt sind, sowohl auf Kerala wie auch auf Tamil Nadu Seite.

  • Vor Ort kann der Bau von den dortigen Jesuiten begleitet werden, aber auch von hier wird Einfluss auf die Ausführung genommen. Wir werden so oft wie möglich vor Ort zu sein.
  • Geplant ist ein Heim für ca. 45 Jungen und Mädchen, Die Gruppenleitung soll mit einem Tribal-Ehepaar besetzt werden. Die Kinder werden die vorhandene Jesuitenschule besuchen.
  • Das eingereichte Budget wird von Deutscher Seite über INDIENHILFE e.V. durch Pater Joe Übelmesser SJ und Prof. Josef Hainz überprüft, die mir angeboten haben, ihre langjährige Erfahrung in Indien, zu nutzen.
  • Die Spendengelder werden nur nach Fertigstellung der einzelnen Bauabschnitte eingesetzt und nicht vorher.
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